Unter lautstarkem Protest wird die 17-jährige Ivy (Bella Ramsey) von ihren Eltern im 'Children run free'-Camp, einem Sommerlager für an Krebs erkrankten Jugendliche, angemeldet. Vier Wochen lang soll die rebellische Teenagerin gemeinsam mit Gleichgesinnten in der Natur leben, um nach ihrer überstandenen Leukämie wieder Struktur zu finden und neue soziale Bindungen aufzubauen.
Schonungslos zeigt Sunny Dancer auf, wie eine Krebsdiagnose das Leben von Menschen grundlegend verändert und sie sich der restlichen Welt entfremdet fühlen lässt, während gleichzeitig auch jugendliche Themen und Veränderungen mit dem eigenen Körper hinzu kommen. Selbst nach überstandener Behandlung schwebt die Angst vor einem Rückfall ständig wie ein Damoklesschwert über ihnen. Doch auch die Perspektive der Angehörigen, die ebenfalls massiv auf ihre eigene Weise unter den Diagnosen leiden, wird nicht außen vor gelassen und in teils emotionalen Szenen dramatisch gezeigt.
Mit gut getimter Comedy und reichlich Slapstick-Einlagen wird das ernste Thema immer wieder gut aufgelockert, ohne an Gewicht zu verlieren. Besonders Ruby Stokes stiehlt in diesen Momenten regelmäßig die Show und sorgt als Ivys Mitbewohnerin im Camp und rasch engste Vertraute Ella immer wieder für gute Laune. In all dem bleibt allerdings zu wenig Raum für nachvollziehbare Charakterentwicklung. Während Ivy in der ersten Woche noch die Außenseiterin ist, die sich von den wiederkehrenden Camp-Besuchern fernhält, hat sie sich bereits in Woche zwei wie selbstverständlich integriert.